Von den Arzneipflanzen, die in der Volksmedizin bei Herz-Kreislauf-Störungen eingesetzt werden, sind die meisten wissenschaftlich nur wenig untersucht. Einzig für den Weißdorn gibt es umfangreiche Studien, die seine Wirksamkeit bei leichter bis mittelschwerer Herzinsuffizienz und bei koronarer Herzkrankheit belegen.
Bei stärkeren Anzeichen von Herzschwäche werden vereinzelt Extrakte aus Maiglöckchen, Meerzwiebel oder Adoniskraut, zumeist aber die isolierten Inhaltsstoffe aus Oleander oder Fingerhutarten (Digitalis) eingesetzt, wobei Oleander fast ausschließlich in Europa eingesetzt wird, während Fingerhut in Amerika und Großbritannien der Vorzug gegeben wird. Die Glykoside der beiden Pflanzen, die den Herzmuskel zu verstärkter Arbeit anregen, sind wie die Pflanzen, in denen sie vorkommen, bei Überdosierung sehr giftig. (Rezeptpflichtige Präparate!)
Bei Herz-und Kreislaufstörungen (z.B. Herzrythmusstörungen und niedrieger Blutdruck) können in einigen Fällen auch Präparate aus Besenginster, Zahnstocherammei oder Herzgespann verwendet werden. Allerdings sollten sie auch hier in jedem Fall ihren Arzt oder Apotheker um Rat fragen.