Appetitlosigkeit

 

"Medizin muß bitter sein, damit sie wirkt"....Diese Weisheit ist überholt - zumindest in den meisten Fällen. Bei Menschen, die an Appetitlosigkeit leiden, hat dieser alte Spruch jedoch seine Berechtigung: Bestimmte bittere Stoffe in einer Vielzahl von Heilpflanzen, wie zum Beispiel Schafgarbe, Bitterklee, Erzengelwurz oder Andorn sind bei diesem Leiden altbewährt und sind auch heute unbestritten wirksame Mittel.

Bitterstoffe führen über eine Reizung der Geschmacksnerven "reflektorisch" zu einer vermehrten Speichel- und Magensaftsekretion. Circa eine halbe Stunde vor der Mahlzeit, z.B. als Tee getrunken, regen bitterstoffhaltige Arzneipflanzen den Appetit an.

Kommt es nach dem Essen zu Verdauungsstörungen (z.B. Völlegefühl), so kann dies auch an mangelhafter Ausschüttung von Verdauungssäften liegen. Wie ein Magenbitter, direkt nach dem Essen getrunken, sorgt ein bitterstoffhaltiger Tee, zum Beispiel aus Kalmus, Kardobenediktenkraut, gelbem Enzian oder Tausendgüldenkraut für eine Normalisierung der Verdauung.

Auch bei Gallenbeschwerden können bitterstoffhaltige Pflanzen, wie zum Beispiel Löwenzahn, Wermut, Kümmel oder Wegwarte zusätzlich für Besserung sorgen.

 
 
 
 
 
 

Apothekergarten
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